Roscoff nach St. Malo

 

Samstag 6.8.2016

Zeit für den Crew - Wechsel, nach 14 Tagen endet leider der Urlaub für einige und neue Gäste kommen an Bord. Die Nachfolgecrew sollte mit einem Mietwagen vom Typ Golf anreisen. Den haben sie aber nicht bekommen sondern stattdessen einen Kia SUV, ein recht großes Geschoss, aber sehr bequem für die Rückreise.

 

Nach der Üblichen Chaoszeit des Ein- und Ausräumens war dann der Kojenwechsel vollzogen, nach dem Abschied der bisherigen Crew, stand nun die Einweisung der neuen Mitsegler auf dem Programm. Der Tag endete spät abends mit dem Abschluss des Einkaufens, Einweisungen und Klön-Schnack...

 

 

Sonntag, 7.8.2016

Um 4:00 holte uns der Wecker aus der Koje, gegen 4:30 sollten wir abgelegt haben und unterwegs nach Lexandrieux sein. Wegen dem ruhigen Wind motorten wir aus dem Hafen und auch draußen hatten wir recht wenig Wind. Darum fuhren wir bis zum Sonnenaufgang unter Maschine und setzen dann erst Segel. Aber der Wind schlief später wieder weitgehend ein, also fuhren wir wieder nur unter Motor in Richtung Flußmündung. Die 52 Meilen schafften wir in gut 8 Stunden und hatten im Fluss dann die Strömung kräftig gegen uns. Der Anleger war aufgrund des Stromes recht schwer. Den restlichen Tag genossen wir am Hafen und schlenderten eine Weile durch die Gassen am Hafen.

 

Am nächsten Tag sollte es in Richtung Paimpol gehen und daraus ergab sich die Abfahrtszeit von 8:45

 

 

Montag, 8.8.2016

Glücklicherweise waren alle Besatzungen der Nachbarschiffe schon wach und legten wie abgesprochen zum richtigen Zeitpunkt ab. Dadurch war unser Weg frei um dem „Fahrplan“ nach Paimpol zu folgen.

Es lagen nur 15 Seemeilen vor uns. Aber um die passenden Strömungen und ausreichenden Wasserstände zu erreichen mussten wir stellenweise mit 3 Knoten und stellenweise mit 6 Knoten fahren.

Pünktlich um 11:30 erreichten wir die Schleuse und den dahinter liegenden Hafen.

Paimpol ist ein recht netter Ort mit teilweise sehr schönen alten Straßenzügen.

 

 

 

Dienstag, 9.8.2016

Da wir erst gegen Mittag eine ausreichende Höhe der Tide haben werden, haben wir recht gemütlich gefrühstückt und dann noch den Ort besucht. Heute war hier ein recht großer Wochenmarkt. Ein Rätsel wird mir bleiben warum an einigen Ständen mit Gemüse oder Fleisch eine sehr lange Schlange steht und an anderen nicht....

Gegen 11:00 legten wir ab und brauchten für das Ausschleusen sehr lange. Man merkt halt das hier die Leute selten in eine Schleuse gehen. Ein recht unterhaltsames Schleusen – Kino, wenn man nicht selber darin liegt.

So waren einige Annäherungen recht anstrengend.

Ein schöner ruhiger Raumschotkurs entlohnte uns dann für diese Hektik.

Gegen 14:30 erreichten wir St. Quay, doch die Strömungen sorgten hier für ein nicht ganz einfaches einlaufen. Zu dem wollten einige Fischkutter noch den Hafen verlassen.

 

Ein kurzer Abendsparziergang rundete den Tag dann ab.

 

 

Mittwoch, 10.8.2016

Nach vielen Überlegungen haben wir uns heute für einen Hafentag entschieden. Die weiteren Häfen vor St. Cast machten keinen Eindruck ein Highlight zu werden und sind zu dem nicht Gezeitenunabhänig. Daraus ergibt sich aber für den längeren Schlag nach St. Cast das Problem der Gegenströmung. Also eine längere Zeit die wir dahin segeln müssten.

So haben wir eine große Runde durch den Ort gedreht und St. Quay besser kennengelernt.

 

 

 

 

Donnerstag, 11.8.2016

Bei einem ruhigem Wind der Stärke 3 machten wir einen Bilderbuch Ableger und nahmen dann Kurs auf St. Cast. Die 3 Windstärken von Achtern erlaubten uns mal wieder den Genaker auszupacken und so schob uns der Wind mit angenehmen 6 Knoten in Richtung St. Cast. Gegen Nachmittag nahm der Wind weiter zu und auch die alte Dünnung aus einer anderen Richtung als der aktuelle Seegang, sorgte für eine recht schaukelige Überfahrt.

In St.Cast empfing uns eine Ferienhochburg mit dem typischen Touristenaufkommen. Ein recht schöner Ort, allerdings doch stark besucht und überlaufen.

 

Der Weg zum Einkaufsmarkt erwies sich als ziemlich weit. Man konnte entweder über dem Berg laufen oder am Ufer entlang. Über einen schönen neu angelegten „Zöllnerweg“, allerdings verwunderte uns die fehlende Absturzsicherung. Auf jeden Fall ein recht hübscher Weg, der aber jede Windung der Bucht mitnahm.

 

 

Freitag, 12.8.2016

Heute mittag geht es in Richtung St. Malo, dem nächsten Crewwechselhafen. Wir rechnen mit ca. 10 Seemeilen und nur einer kurzen Überfahrt. Allerdings müssen wir dann noch tanken und wollen dann mal schauen wann und wie die Schleuse für uns öffnet das wir den anderen Hafen aufsuchen können.

 

An der Tankstelle war ein regelrechten Hochbetrieb, da man nicht einfach in einer Schlange anhalten kann, mussten wir entsprechende Warterunden drehen. Da auch noch anderer Verkehr im Yachthafen von St.Malo unterwegs war ein recht nervendes Procedere.

Nach dem Tanken habe ich dann per Funk und auf englisch, wie international üblich, bei Portcontrol St. Malo angefragt wann die Schleuse in den Binnenhafen öffnen würde. Die Antwort war prompt und höflich, allerdings auf französisch. Glücklicherweise hatten wir inzwischen einen Mitsegler dabei der gut diese Sprache spricht und uns die Antwort übersetzen konnte.

Wir wollten nicht im dem großen und wenig zentral gelegenem Yachthafen bleiben, sondern lieber versuchen einen Platz in dem zweiten Hafen direkt an der Altstadt zu bekommen.

So legten wir uns für eine halbe Stunden an eine freie Murringtonne und genossen den Sonnenschein.

Das schleusen ging dann recht professionell ab. Von oben wurde zwei dünne Leinen herunter geworfen und wir befestigten unsere langen Festmacher an diesen. Bei bis zu 12 Meter Tidenhub ein durchaus sinnvolles Vorgehen. Da wir kurz vor Hochwasser waren, ging es nur gute 2 Meter nach oben.

 

Im Yachthafen wurde uns dann ein sehr schöner Liegeplatz mit direktem Blick auf die Stadtmauer zugewiesen. Hat sich also gelohnt die Zeit zu investieren.

Nur am Sonntag wird der Schleusenvorgang unseren Törn um eine gute Stunde verlängern.

 

 

 

 

Den Nachmittag verbrachten wir dann in der Altstadt und genossen den Trubel und die Straßenkünstler in der Stadt.

 

Jonas bemerkte das überall in der Stadt, und auch in der Kirche Orgelmusik spielen würde. Das würde ihn an Piraten der Karibik erinnern. Auf dem nächsten Platz trafen wir dann wirklich Jack Sparrow.

Ich selber hatte allerdings das Lied aus „Les miserables“ vom kleinen Garroch im Ohr, in dem er dem Publikum das Paris des Mittelalters zeigt...

 

 

Abends wurde dann noch Abschied von den beiden Mitseglern gefeiert die hier aussteigen, die beiden „neuen“ werden uns wohl Morgennachmittag erreichen.

 

 

 

Samstag, 13.8.2016

 

Crewwechseltag, sagt eigentlich schon alles, putzen, packen, aufräumen, abrechnen, einweisen, einkaufen......