Von Cherbourg zu den Kanalinseln

Sonntag, 24.7.2016

 

Cherbourg, Port Chanereyne, oder einfacher der große Yachthafen. Nach einer nächtlichen Abreise am Samstag, haben wir mit dem Einzugsstress gegen 15:15 angefangen und waren um 19:00 mit einkaufen und ausrüsten soweit fertig.... Der Abend war sehr gemütlich, aber doch recht kurz. Heute Abend soll es Richtung Alderney gehen. Das Wetter verspricht einen passenden Wind aus WSW mit der Stärke 3 bis 4. Da wir da alle noch nicht gesegelt sind, verspricht es ein nettes Abenteuer zu werden. Den das Ende des Wissens, ist ja bekanntlich der Beginn des Abenteuers :-)

 

Gegen 21:00 werden wir wohl dort sein. Wie wir uns dort melden können weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall wird an der Muringtonne Probleme mit dem Stromkabel geben :-)

 

 

 

 

 

Montag, 25.7.2016

 

Auf nach Alderney, der Blick in den Gezeitenkalender ergab die Möglichkeit das wir entweder morgens gegen 4:00 oder Nachmittags gegen 16:00 auslaufen können. Da wir mit einem ca. 3 Stundentörn rechneten, Strömung und Wind berücksichtigt, entschieden wir uns für die Variante mit Ausschlafen und sightseeing in Cherbourg.

 

Nachmittags ging es dann mit bis zu 11 Knoten fahrt zu unserer ersten Kanalinsel. Dort angekommen waren auch noch ein paar Mooringtonnen frei, leider waren die alle mit „Prive“ Beschriftet. So nahmen wir eine Tonne weit draußen, die leider keine Festmacher hatte. Aber danke unserem Bojenhaken konnten wir endlich zwei Leinen an der Tonne belegen. Es folgte eine sehr unruhige Nacht an der Tonne. Vor Anker schlafen viele Skipper nicht so gut wie im Hafen, aber hier rollte die Morgane sehr stark. So tapperten immer wieder schlaftrunkene Segler durch den Salon.... Gegen Morgen wurden die Müdigkeit so groß das alle tief und fest schliefen.

 

 

 

Eigentlich stand jetzt die Besichtigung der Insel auf dem Programm. Oder wir hätten unser Zeitfenster für die Fahrt nach Guenrsey riskiert und noch eine Nacht wollten wir dann doch nicht an der Tonne bleiben. Gegen 11:00 Uhr riefen wir dann das Taxiboot das uns am Landesteiger sicher absetzte. Für 2 Pfund pro Person sparten wir uns so, das Dingi und den Außenborder mitzunehmen.

 

 

 

Alderney selber ist eine nette kleine verträumte Insel. In einer kurzen Wanderung erkundeten wir den Hauptort, St. Anna um dann zum „Flughafen“ und weiter zur Bastöpel Kolonie zu kommen. Interessanterweise sitzen auf 2 Felsen Tausende von diesen Vögeln, wobei hingegen die vielen anderen Felsen nicht angesagt sind bei den Vögeln...

 

 

 

Der Weg führte uns dann weiter die Klippen entlang zu einer alten Steinmühle und zurück zum Hafen.

 

Erwähnenswert ist wohl noch das es gefühlten 30 Festungen an der Küste der Insel gibt. Auf eine genauere Besichtigung haben wir dann verzichtet. Viele der Festungen wurden im 2. Weltkrieg mit Stahlbetonbunkern „modernisiert“ und ausgebaut. Allerdings wurden auch einige neue Bunker in die Felsen gebaut.

 

 

 

Gegen 15:30 brachte uns dann das Wassertaxi wieder zurück zum Schiff.

 

 

 

Wenig später legten wir ab und nahmen Kurs auf Guernsey.

 

 

 

Eine sehr kabbelige See erwartete uns unterwegs. Die recht starke Strömung und der Wind aus der anderen Richtung warf einen sehr steile Seegang auf. Zudem hatte der „alte Seegang“, genannt Schwell eine andere Richtung als der „frische“ Seegang. Der Wind zwang uns zum „Am Wind“ Segeln und so ritten wir in Richtung „Little Russel“. Die Ansteuerung von Guernsey.

 

Gegen 19:30 lagen wir fest m Außenhafen der Insel, leider gibt es hier an den Stegen nur Wasser, aber keinen Strom.

 

Gegen 22:00 vielen wir dann in die Koje und freuten uns auf den nächsten Tag um die Insel und St.Peter Port zu erkunde

 

Dienstag, 26.7.2016

 

Nach der recht unruhigen Nacht in Alderney, starteten wir gut ausgeruht in den Tag. Allerdings erst nach dem Ausschlafen... St. Peter Port ist eine nette Kleinstadt, die allerdings im Vergleich mit Alderney als quirlig gelten muss....

 

In der Stadtbesichtigung durfte der Viktoria Turm und das Denkmal an Victor Hugo nicht fehlen. Ansonsten haben wir hier wieder einige Festungen und Anlagen aus dem 2. Weltkrieg zu bestaunen.

 

Und natürlich das Leben auf den Strassen...

 

Mittwoch, 27.7.2016

Heute wieder Hafentag, also auf zum Busbahnhof, ein Tagesticket gekauft und los über die Insel. Dabei ist das Busfahren auf den Engen Straßen schon ein Abenteuer für sich. Auf dem Programm stand das unterirdische Krankenhaus, die deutschen Besatzer habe mit Zwangsarbeitern ein großes Labyrinth von Gängen in den Felsen geschlagen um dort einen Stützpunkt oder direkt ein Krankenhaus einzurichten.

Dann ging es weiter zur kleinsten Kapelle der Insel. Gerade 5 Meter lang aber alles da was eine Kirche braucht. Außen und Inne wurde diese mit Scherben und Muscheln verkleidet. Schon ein skurriler Anblick...

Bei einer Portion des berühmten Guernsey Eises warteten wir auf den nächsten Bus. Der brachte uns einmal halb um die Insel in den Norden. Ein Hühnengrab und ein toller Strand gab es hier zu sehen.

Mit dem Bus schlossen wir dann die Rundfahrt ab und kehrten zum Hafen zurück, wo unser Schiff liegt.

 

Morgen geht es nach Jersey, wo es hoffentlich wieder Strom für die Geräte gibt...

Donnerstag, 28.7.2016

Irgendwie passte der Seegang aus SW nicht zum Wind aus SSW, obwohl eigentlich WSW versprochen war. So wurde es ein ungemütlicher ritt nach Jersey. Gegen Mittag erreichten wir den Hafen und fanden auch schnell einen Liegeplatz im inneren Hafenbecken. Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf die erste Erkundungsrunde in die Stadt St.Hellier. Sehr turbulent im Vergleich zu St. Peter Port.

 

Am Abend gingen wir dann in ein nettes griechisches Restaurant und ließen und mit mediterranen Speisen verwöhnen. Wobei es eine Mischung aus türkisch, spanisch und griechisch war.

Freitag, 29.7.2016

Hafentag auf Jersey, nach einem langem ausschlafen war der Skipper ersteinmal einkaufen. Witzig das oft die Supermärkte mit den Kaufhäusern von „Mark&Spencer“ zusammen liegen. So muss man oft erst durch die Kleidungsabteilung in den Supermarkt laufen.

 

Nach bewerter Methode haben wir uns Tagestickets für den Bus geholt und sind über die Insel gefahren. Sehr viel größer als die Insel davor aber auch recht grün. Und touristisch sehr erschlossen.

 

Morgen soll es am frühen Morgen nach Frankreich in die Bretagne gehen. 43 Sm und der Strom wird