Portsmouth nach Hause

 

Samstag, 26.08.2017

 

Crewwechseltag, also wieder voll reinhauen und einen Tag volles Programm. Putzen, aufräumen, Wartungen etc. Die kurze Mittagspause war dann sehr kurz weil wir irgendwie unseren Zeitplan nicht mehr einholen konnten. Dann war auch schon die neue Crew am vereinbarten Treffpunkt.

 

 

 

Schnelle Bootseinweisung und ab zum nächsten Restaurant zum Essen gehen.

 

 

 

Sonntag, 27.08.2017

 

Am nächsten Mittag ging es dann bei strahlendem Sonnenschein und sehr wenig Wind unter Motor raus nach Brighton. Endlich setzt sich hier eine kurze Hochdruckbrücke mal durch.

 

Nach den für Brighton Marina typischen umlegen nach dem Anlegen hatten wir dann endlich einen guten Liegeplatz.

 

In Brighton Marina steht ein recht starker Strom mit bis zu 2 Knoten. Dazu ist der Hafen recht stark versandet. Der Marina Betreiber hat sich ein eigenes Baggerschiff geholt und baggert nun recht langsam das Becken aus.

 

 

 

Montag, 28.08.2017

 

Da draußen ein recht kräftiger Ostwind steht haben wir uns für einen Hafentag entschieden. Und so sind wir mit dem Bus in die Innenstadt von Brighton gefahren. Viele Persönlichkeiten haben der Stadt ihren Stempel in ihren „Urlauben“ aufgedrückt. Der „Royal Pavilion“ ist schon eher ein Palast der gut nach Indien oder so gehören könnte. Auf der Pier ist ein sehr großer Vergnügungspark errichtet worden.

Wenn man durch die Spielhallen wandelt versteht man warum es auch Spielhölle heißt...

 

 

 

Dienstag, 29.08.2017

 

Gegen 12:00 sind wir raus um in einem mäßig langem Schlag Eastbourne zu erreichen.

 

Eine friedliche Ferienanlage, die jetzt am Ende der Saison tatsächlich recht ruhig ist.

 

Der Segeltag verlief wieder einmal nur unter Motor, da der Wind mit ungefährer Fahrtgeschwindigkeit von achtern kam. Macht also, Vektorgerecht addiert mit dem Fahrtwind kein Wind an Bord.

 

Die Schleuse nach Eastbourne Hafen wartete bereits auf uns und so war es ein ruhiger Törn. Nach dem anlegen ging es dann zum Cappuccino in eins der vielen Restaurants am Hafen. Danach noch einkaufen und der Abend nahm seinen Lauf.

 

 

 

Mittwoch, 30.08.2017

 

Am nächsten Morgen war mal wieder ausschlafen und Chillen angesagt. Erst gegen 13:00 geht unser Zeitfenster auf. Also haben wir uns um 12:45 in die Schleuse aufgemacht. Nach dem Segelsetzen war es dann plötzlich 14:00 und so versuchten wir Dungerness zu runden, ein schönes Kap ohne Steilküste, dafür mit einem Atomkraftwerk auf der Spitze.

 

Den gesamten Törn regnete es und bei 14 Grad wurde es ein sehr ungemütlicher Törn. Offenbar geht der Sommer hier dem Ende entgegen.

 

In kompletter Dunkelheit erreichten wir dann Dover. Nachdem uns Port-Control auf ein auslaufendes Kreuzfahrtschiff warten lies dürften wir in den Hafen einlaufen.

 

Dover Habour wird seit einiger Zeit umgebaut. Aktuell war der Zugang zur Marina, wo wir hinmüssen verlegt worden. Ohne Pläne, vor 4 Wochen war noch alles wie immer, suchten wir dann mit einem freundlichem Mitarbeiter von Port-Control die richtige Einfahrt. Dazu beschrieb der Kollege per Funk wo wir hin müssen und schaltete die Ampeln so das wir ihm folgen konnten.

 

 

 

Schließlich erreichten wir die Marina und fragten per Funk nach einem Liegeplatz. Auch hier ließen wir uns den Weg beschreiben.

 

Nach gefühlten 10.000 Worten auf Englisch lagen wir dann endlich auf unserem Platz und konnten unsere Klamotten in den Ölzeugschrank zum trocknen hängen.

 

 

 

Donnerstag, 31.8.2017

 

Hafentag, nach dem Stress und weil wir von Mittagsauslaufen auf Morgensauslaufen wechseln wollten, machten wir noch mal einen Hafentag. Nach dem Frühstück hatte die Crew „frei“ um sich nach Lust und Laune Dover anschauen zu können. Ich unternahm sehr früh einen Ausflug zum Dover Castle, bevor die Massen an Touristen die Festung stürmen. Ziel dieses mal waren die Punkte die ich noch nicht gesehen hatte….

 

Gegen Nachmittag war dann wieder Crewtreffen im „Dickens Corner“, so nahm der Abend seinen Lauf….

 

 

 

Freitag, 01.09.2017

 

Gegen 7:00 war das ablegen geplant, aber irgendwie waren wir alle etwas später dran und so wurde es eher 7:30. Wenigstens erlaubte uns Port-Control sofort das auslaufen und wir machten uns an das VTG. Das Verkehrstrennungsgebiet ziwschen Dover und Calais. Im VTG war dann sehr viel Verkehr und wir mussten einige Zeit warten, bzw. unseren Einlaufpunkt in das VTG nach Westen verlegen. Dann konnten wir die Autobahn zur See endlich queren. Was dann ohne Probleme gelang, allerdings mit großer Konzentration und ständigem peilem und Ausschau halten. Als wir weit weg vom VTG auf der anderen Seite waren, setze ein ausgiebiger Mayday Verkehr ein, ein Schiff hatte eine orangefarben gekleidete Frau oder Frauen im Wasser entdeckt. Alle Schiffe sollten Ihren Ausguck verstärken. Später wurden Hubschrauber und Rettungskreutzer eingesetzt. Über das Ergebnis wissen wir nichts, da wir dann schon ausserhalb der UKW Reichweite von Dover Coast Guard waren. Aber der Gedanke das es die Crew von einer der uns entgegenkommenden Yachten, ohne AIS, gewesen sein könnte beschäftigt uns schon. Wir erreichten einige Stunden später ohne weitere Zwischenfälle Dünkirchen.

 

Den Abend verbrachten wir mit einem deutschen Segler der hier sein Boot liegen hat.

 

 

 

Samstag, 02.09.2017

 

Gegen Mittag, wegen dem passendem Zeitfenster für die Strömung machten wir uns auf den Weg nach Hause, Nach Nieuwport. Den kurzen Schlag erledigten wir ohne weitere Probleme und lagen gegen 16:00 an der Tankstelle. Um die Bordkasse abrechnen zu können und möglichst wenig Luft in den Tanks zu haben, bunkerten wir 90 Liter Diesel.

 

Dann verholten wir uns zum Liegeplatz und packten nach der Kaffeepause mit Einlaufbier die ersten Sachen ein.

 

 

 

Sonntag, 03.09.2017

 

Nach der kurzen Nacht, wir mussten ja den langen Törn feiern und die gute Rückkehr, begann unser Putz-, Einpack- und Einmott - Marathon. Gegen Mittag trafen wir uns noch auf einen Abschieds-cappucino im Hafencafe.

 

Danach traten wir die Heimreise an…..

 

Liebe Leser, Danke für Lesen, mit zittern und Interesse an diesem Sommer!