Von Poole nach Plymouth

 

Sonntag, 06.08.2017

 

Wir haben die Nacht in Poole verbracht. Unser bisher teuerster Hafen, trotz des Trans Europ Rabattes, den wir wegen der Mitgliedschaft im VVW Nieuwpoort bekommen, haben wir hier den Preis gezahlt den wir sonst in den Häfen ohne Rabatt zahlen. Dafür liegt Morgane als einzige Segelyacht am Steg zwischen lauter Motorbooten. Die Firma Sun Seeker, Werft für Motoryachten hat ihren Sitz.

 

Die restliche Stadt kam mir auch extrem laut vor. Wahrscheinlich ist diese aber völlig normal und wir sind durch die ruhigen Häfen Lärm entwöhnt. Dafür das die Liegegebühren sehr hoch sind, sind die Sanitäranlagen die bisher schlechtesten die ich gefunden habe. Was nicht bedeutet das sie indiskutabel sind, einfach nur wenig modern und etwas abgewirtschaftet.

 

Gegen 10:00 starten wir in Richtung Weymouth. Ein mal wieder langer schlag in Richtung Westen…

 

 

 

 

Montag, 07.08.2017

 

 

 

Gegen Mittag nahmen wir die Fähre, eine alte Barkasse aus der Zeit um 1920 herum, um Weymouth zu besuchen. Eine nette Hafenstadt, aber eine richtige Stadt, im Gegensatz zu den vielen kleinen Städten die wir sonst hier zu sehen bekommen.

 

 

 

Das Wetter soll am Dienstag wieder etwas schlechter werden und der Wind mit 5 bis 6 Bft genau aus Westen kommen. Für die Nacht wird ruhiger Wind 1 bis 3 bft aus nördlichen Richtungen angekündigt. Da die Gezeiten erst um 22:30 für uns günstig stehen und wir um das Kap von Portland herum müssen, dort gibt wieder starke Strudel, etc., entschließen wir uns für einen Nachttörn nach Darthmouth.

 

 

 

Also noch etwas schlafen nach dem Abendessen und dann los...

 

 

Dienstag, 08.08.2017

 

Als einzige Yacht verlassen wir den Hafen um 22:00… es ist ein langer Weg aus der Bucht heraus da es große Sperrgebiete gibt um die wir herum müssen.

 

Der weitere Törn verlief ohne große Probleme, außer das gegen 2:00, für eine Stunde etwa, der Wind auf 22 Knoten zunahm und der Seegang sehr ruppig wurde.

 

Aber das beruhigte sich später wieder und so ging es sehr zügig nach Westen.

 

Um 6:00 wurde es endlich wieder hell, einige andere Schiffe waren noch unterwegs, so das wir immer was zum Ausschau halten hatten. Dazu war es ziemlich kühl.

 

 

 

Gegen 7:30 erreichten wir dann die Mündung des Dart (River) und legten uns erst einmal an einen Steg in der Flussmitte um zu schlafen.

 

Gegen 13:00 haben wir dann die Marinas im Umkreis angefunkt und schließlich doch noch einen freien Platz bekommen.

 

Gegen Nachmittag ging es dann für einen ersten Ausflug mit der Fähre nach Darthmouth, wir liegen nämlich auf der anderen Seite in Kingswear, sehr schöne kleine Städte, aber touristisch recht überlaufen. Morgens und abends sehr romantisch, tagsüber wie Ikea, alle müssen schnell irgendwo hin.

 

In Kingswear startet auch eine alte Dampflok mit lautem getute jeden halbe Stunde zu ihren Fahrten den Dart entlang.

 

Die steht für Morgen auf dem Programm.

 

 

 

Mittwoch 09.08.2017

 

Nach dem ausschlafen und einer ausgedehnten Dusche ging es dann erst einmal mit der Fähre und zu Fuss zum Dartmouth Castle, eine Burg die in den letzten 1.000 Jahren immer wieder erweitert und umgebaut wurde, zuletzt wurde es im 2.Weltkrieg verwendet. Aber die Anfänge waren um 1095 herum, diese Burg sichert mit dem Gegenpart die Einfahrt in den River Dart, und man kam recht früh auf die Idee mit einer Kette die Durchfahrt in den Fluss zu sichern.

 

 

 

Gegen Mittag sind wir dann mit der „Kingwear Steam Rail“ zum „Greenway House“ aufgebrochen. Dem Sommerhaus von Agathe Christie. Insgesamt hat die Frau in diesem Haus 11.000 verschiedene Gegenstände gesammelt. Natürlich kein „prötell“ wie man im Rheinland sagt, sondern Sammlungsstücke. :-)

 

Dadurch das dass Haus so groß war sah die Wohnung dann nicht wie bei Messies aus :-)

 

Die Fahrt mit dem Dampfzug war recht interessant, aber die 10 Minuten die man von Kingswear bis Greenway fährt reichen dann auch... der normale Tourist würde ca. 40 Minuten dem Zug fahren und dann mit dem Raddampfer wieder zurück fahren. Das haben wir uns als Segler gespart.

 

 

 

Nach dem umparken der Schiff im Hafen, so dass jeder eine Position hat in der er am nächsten Tag zu seiner Zeit ablegen kann, wann er möchte, war es auch Zeit für das Abendbrot.

 

Unser Zeitfenster geht gegen Mittag auf, also erst mal ausschlafen und alles gemütlich angehen. Wobei der Törn mindestens 6 Stunden dauern wird…

 

 

 

Donnerstag, 10.08.2017

 

Gegen Mittag gingen wir dann mit ablaufendem Wasser aus der Mündung des Dart, wieder mussten wir einen relativ großen Bogen um die Zonen mit härterem Seegang machen. Das war Heute aber eher ein taktisches Manöver als unbedingt notwendig. Der Seegang bremst uns und verlangsamt unsere Fahrt, außerdem ist weiter draußen die Strömung im tieferem Wasser deutlich stärker, also alles nur für die Umwelt. Den an segeln war bei 7 Knoten Wind von hinten und 8 Knoten Fahrt nicht viel zu machen. Als wir das Kap gerundet hatten drehte auch der Wind von Nord auf Nordwest und nahm deutlich zu. So hatten wir 22 Knoten Wind auf die Nase stehen. (8 unser Fahrtwind und der Rest war wohl real.)

 

 

 

Gegen 17:00 erreichten wird die Mayflower Marina in Plymouth. Wir wurden sehr herzlich empfangen und ein Dauerlieger kam herüber und lud uns ein mit ihm das Feuerwerk anzuschauen. In Plymouth machen jedes Jahr 6 Firmen einen Contesst wer das schönste Feuerwerk machen kann. Also gab es gestern und heute Feuerwerk, eigentlich jeweils 3 Feuerwerke. Aber wer gewonnen hat ist uns noch nicht bekannt geworden. Allerdings fielen wir gegen Mitternacht in die Kojen.

 

 

 

Freitag, 11.08.2017

 

Die nächsten 2 Wochen sind rum und so steht wieder Yachtputz und waschen auf dem Programm. Bei dem Nieselregen eine willkommene Abwechslung.

 

Später geht es noch nach Plymouth rein.